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... berechtigte Frage, und die Antwort auf all diese Widersprüchlichkeiten ist: Weder Lamborghini noch Bertone hatten erwartet, dass der Miura auf diese Stückzahl kommen würde. Daher die extrem arbeitsintensive Konstruktion. Daher die teilweise wie ein Behelf wirkenden Komponenten. Zugleich sind der Antrieb und das Styling beispielhaft und ingeniös, haushoch allem überlegen, was Ferrari und Maserati seinerzeit anzubieten hatten. Iain Tyrrell, der Fahrzeuge aller drei Marken restauriert und gepflegt hat: »Die Technik wirkt wirklich sehr, sehr durchdacht: Bei Lamborghini waren sie damals wirklich imstande weiterzugehen als bei Ferrari. So bestehen beispielsweise Motorblock, Getriebe und Differenzial aus einem riesigen Gussteil – wenn das mal nicht kühn ist! – und viele der Gussteile waren aus Elektron, einem Werkstoff aus Magnesium und Aluminium.« Doch es ist nicht abzustreiten, dass die Natur des Miura – Handarbeit durch und durch – auch ganz eigene Probleme verursacht hat. Heute sind vom Miura immer weniger Fahrzeuge in perfektem Zustand erhalten. Besitzer fügten hier etwas hinzu, nahmen dort etwas weg, Mechaniker waren den Feinheiten des Setups nicht gewachsen – und Ende der 1970er waren viele Ersatzteile einfach nicht mehr erhältlich. Deshalb hat der Miura heute den Ruf eines Autos mit schwierigem Handling und schlechten Bremsen, das sich auch ...
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