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... — Horch! — Tönte da nicht der helle Gesang der verführerischen Sirenen von den Inseln herüber? Gleich müßte doch ein schwarzgeschnäbeltes Schiff durch die Wogen gleiten, und aufrecht stehend am Mast, mit Händen und Füßen gebunden: der göttliche Odysseus! — Doch es war nur der Zauber der mittäglichen Stunde, der mich hingerissen hatte. Weiter gebt die Fahrt, immer über dem Meere dahin, und bei jeder Straßcnkrümmung er- öffnet sich ein neuer großartiger Ausblick auf diese unvergleichlich schöne Gebirgsund Meereslandschaft. Ich donnere durch einen kleinen Straßentunnel und bin ganz unversehens in Amalfi. Die Maschine steht noch nicht ganz, da bin ich auch schon von einem Heer wüst durcheinanderschreiender Hoteldiener umringt.. Während dem Eisenbahnreisenden in Italien solch herzliche Empfangsszenen ein gewohnter Anblick sind, bleibt der Kraftfahrer im allgemeinen von diesen Freuden des Reifens verschont. Aber hier in Amalfi gibt es ja keinen Bahnhof. Sonst hat mir das Städtchen gut gefallen. Entzückend ist schon die Lage. Eingebettet in grünende Limonenund Orangengärten wächst es inmitten gewaltiger Berge aus der klarblauen Flut des Golfes schimmernd empor. Haus über Haus, das Dach des einen die Mauer des anderen tragend, steigt es in weitem Rund denFelsbang hinauf, überragt von einer trutzigen Feste. Die weißen, würfelförmigen Häuser, die in der grellen Sonne ...
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