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... Bald schaukeln wir auf geradezu unglaublich holprigen Wegen. Häuser und Menschen bleiben zurück; vor uns breitet sich eine eigentümliche Steppenlandschaft aus. Mit Uebervölkerung scheint esin Korsika noch nicht weit her zu sein. Bald steigt die Strasse an, dann senkt sie sich wieder zum Meeresspiegel, so gehl es weiter. Unser Chauffeur ist sehrwortkarg; so sind wir auf unsere eigenen Wahrnehmungen angewiesen. Wir wissen eigentlich nur, dass wirdas Bergnest Evisa heute noch erreichen sollen. Ein schwärzlich drohender Himmel lastet über uns, und von der See her schäumt eine rollende Brandung. Jetztpeitscht der Regen, und nun scheinen alle Teufel losgelassen. In einer einsamen Bucht liegen drei schwarzeSchiffe verankert. Welch ein Anblick mit ihren Schloten und Masten, wahrlich mittelalterliche Seeräuberschiffe! Hie und da treffen wir reitende Bauern mit geöffnetenSchirmen; der Korse scheint doch auch ein Gemütsmensch zu sein. Es ist hundekalt, wir frieren grausamim offenen Wagen. Nach Cargese befahren wir die pittoreske « Route des Calanches » mit ihren absonderlichen Felsbildungen. Nach Piana aber steigt dieSfrasse stetig, formschöne Berge säumen unsern Weg. Abends bricht die Sonne etwas durch und leuchtet aufdas ferne Meer. In Evisa steigen wir in dem nur dem Namen nach etwas düsteren Hotel della Spelunca ab. Es ist peinlich sauber, wenn auch höchst primitiv. ...
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