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... sind geflüchtet, nirgends ein Mensch, und selbst ganze Ortschaften sind gänzlich verlassen. An der Erde ist armseliger Hausrat bei der eiligen Flucht verstreut worden, und der Wind streicht durch die leeren Fensterhöhlen. Endlich sind wir in Rawaruska, be- Russische Militärkirche im Kammerwerk Brest-Litowsk (Piiot. Mittelstadt.^ trauen mehr zu den Menschen. Am nächsten Hausrest sitzt ein alter Mann in Lumpen gehüllt. Teilnahmslos sieht er ins Weite an uns vorüber und denkt vielleicht darüber nach, warum er als Wrack übrig blieb, während Kraft und Jugend hier unter Schutt und Asche modert. Jeder mit sich selbst beschäftigt, setzen wir die Fahrt nach Lemberg fort. Unterwegs überholen wir Militärkolonnen und Flüchtlinge. Dies sind die Ärmsten der Armen. Mit den Überresten ihrer Habe — meist wertlosem Plunder — kehren sie zum Heimatsdorf zurück. Wenn das elende kleine Pferd nicht mehr kann, dann hilft der Mann ziehen. Stumm gehen sie dahin, die letzte Energie mag die Erschöpften aufrecht erhalten, und der Weg ist vielleicht noch weit. Vom letzten Berge sehen wir Lemberg vor uns liegen. — Kurz vor der Stadt holen wir einen Haufen jungen Volks ein. Es sind junge Männer mit Mädchen am Arm, die nichts als den Humor und die Freude am Leben zu verlieren hatten und nun in die alte ehrwürdige Heimatstadt Lemberg, die auch uns ...
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