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... gewordenen Melden herausschneiden, ein Loch bohren, mit jener Engelsgeduld, die den tüchtigen Motorfahrer auszeichnet, das Schloß einschrauben und nach vollendetem Werk mit einiger Trauer auf die schwärzlich gefärbten Hände blicken. Mir wenigstens geht es so. Ja, wenn das Riemenkürzen nicht wäre! Das war vor zwei Jahren fast zur fixen Idee bei mir geworden — allmählich beruhigt man sich ja wieder! — und wie das dann zu gehen pflegt, man sinnt auf Abhilfe, setzt sich hin und erfindet etwas. Diesmal war es ein Riemenschloß, wie es Herr Dipl.-Ing. Ehrenberg im Sprechsaal beschrieb, nur in etwas erweiterter Form. Ich wollte eine bekannte Firma glücklich machen und schlug es ihr zur Fabrikation vor. Sie aber wollte nicht beglückt sein und schrieb mir wieder, die Sache sei nicht ausführbar; Gründe wurden allerdings nicht angegeben. Ich meinte damals, man solle Blechstreifen, 1 cm lang, 2 mm dick, auf der einen Seite in einen Haken auslaufend, auf der andern mit Oese versehen, so zwischen eben so lange Lederlagen nieten, daß der Querschnitt einem Riemenprofil entspräche. Man hatte dann vor Beginn der Tour den Riemen so weit zu kürzen, daß er mit zwei oder drei dazwischen gehängten Verbindern gerade die richtige Länge hatte. Streckte er sich auf der Fahrt, so war in kaum einer halben Minute ein Glied herausgenommen und die beiden freien Enden wieder ...
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