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... Bereitstellen der Mitgliederfahrzeuge für solche Zwecke. Wa. 0. [1019 b] Mit dem Motorrad an die Front. Von Wolf Poertzler, Unteroffiz., Motorradfahrer b. Stabe d. 4. Matros.-Regt. Flandern, Dezember 1915. Gegen sieben Uhr schon senkt sich jetzt der unerbittliche graue Abendämmer auf die Küste Flanderns herab. Einem großen Leichentuche gleich wächst der Nebel aus den Wassern und dehnt sich und wächst, bis er auch durch die Straßen von Ostende schleicht, — feucht und heimtückisch, wie ein lauernder Feind. Um neun Uhr wird es Nacht und Ostende ist tot. Nur hier und da noch ein erleuchtetes Fenster, Stimmen dahinter. Sonst alles abgeblendet und duster, keine brennende Laterne, kein freundlicher Wegweiser, die Flieger kommen zu oft, als daß ihnen noch jemand den Weg weisen möchte. Schritte hallen. Eine Patrouille, zwei oder drei Mann, schreitet an den verschlossenen finsteren Häusern entlang. Ein Radfahrer klingelt durch die nächtliche Straße. Verspätete Offiziere. Ostende schläft Von vorn, aus der Nacht, dringt der Lärm der Front. Das Knattern des Gewehrfeuers, das Klappern der Maschinengewehre, ab und zu, fast widerwillig, dumpf, ein schwerer Abschuß. Man hört es ganz deutlich, so nahe sind von hier aus die Grä- ben, unser Dünen-Abschnitt. Eine Reihe von Schlägen, ein rollender Wirbel dazwischen. Dann beginnt es zu prasseln. Maschinengewehre ...
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