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... daß der humanistischen der Vorzug zu geben sei. Sie spricht das zwar nicht so rückhaltlos aus, wie es hier gesagt wird, aber ihre Beweisführung umkreist den Gedanken und betont dabei hauptsächlich folgendes: Die für die Technik grundlegenden Wissenschaften — Algebra, Geometrie, Physik, Chemie, Mineralogie, Botanik u. a. bedienen sich lateinischer und griechischer Bezeichnungen, die der gebildete Techniker in sprachlichlogischem Sinne verstehen und nicht nur merken muß, sämtliche Arbeitsgebiete der Technik verwenden in ausgedehntem Maße Fachausdrücke griechischen oder lateinischen Ursprungs. Der internationale Charakter der Wissenschaft und Technik bedingt ein internationales Verständigungsmittel, und das ist in den beiden toten Sprachen des klassischen Griechisch und Latein gegeben. Volapük und Esperanto — „willkürliche, geistund sinnlose Wortgemengsel" •— sind, weil noch im Flusse begriffen, Schwankungen unterworfen und müßten auch erst ihre Eignung dartun, während Griechisch und Latein schon seit Jahrhunderten praktisch durchgeführt und erprobt sind. Der Vorzug des humanistischen Bildungsganges liegt vor allem darin, daß er — wie keine andere Ausbildung — seine Schüler befähigt, sich in neue Gebiete ohne Lehrer einzuarbeiten. Wenn ich also den Verfasser recht verstehe, so will er sagen, durch das Studium des Lateinischen und ...
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