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... bohrte Löcher hinein, oder höhlte den runden Gummireifen zur Erhöhung der Elastizität der Länge nach aus, bis im Jahre 1888 ein großer Umschwung eintrat. In diesem Jahre erfand der Dubliner Tierarzt Dunlop den Luftreifen oder Pneumatik, wie v/ir ihn heute noch, im Prinzip wenigstens, genau so verwenden. Die Erfindung war eine der genialsten, da sie technisch einwandfrei und dazu sehr einfach war. Sie bestand aus einem Gummischlauch, welcher voll Luft gepumpt (2—3 Atm.), um den Radkranz gelegt, und auf diesem durch Umkleben von Gummiund Leinewandstreifen, die gleichzeitig den eigentlichen Luftschlauch schützen sollten, befestigt wurde. Die Wirkung des Luftschlauches war ganz hervorragend, denn seine Elastizität war eine ganz enorme und ist auch bis heute unübertrefflich geblieben. Die Geschwindigkeit der Fahrräder nahm um fast 50 Prozent zu. Auch brauchten diese, da sie so starken Erschütterungen nicht mehr ausgesetzt waren, nicht mehr so überaus kräftig gebaut werden, d. h. sie wurden bedeutend leichter an Gewicht. Die sehr erklärliche Folge, nämlich eine erhebliche Verbreitung des Fahrrades blieb nicht aus, was auch die Zahlen der Statistik der Kautschukproduktion bestätigen. Die Jahresproduktion des Weltmarktes an Kautschuk betrug in den Jahren 1865 bis 1875 zirka Z'A Millionen Tons, 1875—1885 7 Mill. Tons und 1895 bereits 19 ...
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