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... Grün den auch war, so überwältigend ist das Erlebnis dieses Landes, das immer noch — gottlob — abseits der großen Touristenwege liegt und sich sein ausgeprägtes Eigenleben erhalten hat. Die überaus liebenswürdige Abfertigung durch die schwedischen Paß- und Zollbeamten ist, wenn man in Helsingborg von der Fähre herunterfährt, der sympathische Auftakt einer Reise, die unvergessen bleibt. Mehr als 600 Kilometer sind es von einer Küste zur anderen, an der Stockholm liegt, und da zwischen breitet sich ein Land von packender Schönheit und Unbe rührtheit aus. Wo in aller Welt gibt es noch so herrliche Seen — ohne daß eine emsige Menschheit Kaffeehäuser und „Seeblick“-Rcstaurants daran gebaut hätte? Wo fährt man noch Stunden um Stunden — auf ausgezeichneter Autostraße übrigens — ohne einem Menschen zu be gegnen? Denn die Ansiedlungen — Häuser aus tiefrotgestrichenem Holz zumeist — liegen weit verstreut, und jedes Haus wahrt wiederum Ab stand von dem nächsten. Und immer wieder Seen, immer wieder Wäl der in herbstlicher Buntheit, sanfte Hänge und Hügel und über allem die Atmosphäre eines unfaßlich klaren, tiefen Friedens, der den Deut schen, der aus seiner zerbombten, ameisenhaft betriebsamen Heimat kommt, sonderbar, ja beinahe traurig stimmt Nur das Automobil vermag dem Menschen dieses Land zu erschließen und so gehört Schweden zu den automobilfreudigen ...
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