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... Kiste!“ rief mein Mann wie ein Irrsinniger und schlug abwechselnd auf seine Schenkel und auf die Motorhaube. Passanten grinsten. Der Verkehr stockte. — Unsere Ferienreise fand damit ihren jähen Abschluß. Abgeschlossen wurde auch am gleichen Tage ein Kaufvertrag: Mein Mann erstand die ausgeleierte Mühle, genannt Max für DM 175.— gegen sofortige Kasse. Im Jahre 1937 hatte er diesen Wagen schon einmal für RM 200.— alt gekauft, den gleichen Betrag für Reparaturen angewandt, war mit ihm 10 000 km gefahren, und als der Krieg ausbrach und mein Mann ein gezogen wurde, hatte er Max schweren Herzens für RM 100.— ver kauft. Inzwischen waren zwölf Jahre vergangen. Durch den Kauf war unser Reisegeld zur Hälfte aufgebraucht, und mein Mann verlangte von mir, mit ihm und Mäxchen die Heimreise anzutreten, um nunmehr von zu Hause aus Fahrten ins Grüne zu unter nehmen. Mir war jedoch gänzlich unklar, wo ich mich in diesem Wagen hätte hinstellen oder -setzen sollen. Denn dort, wo sonst ein bequemer Polstersitz sich befindet, ragte eine einsame Spirale traurig und schief in die Luft. Wo man sonst seine Füße hinstellt, war Straße. Und wo noch Boden war, wuchsen wahr und wahrhaftig ausgewachsene Exem plare von Pilzen. Das Verdeck mochte einmal eines gewesen sein; jetzt sah man durch unzählige Löcher und Risse direkt in den Himmel. Da ich es ablehnte, die freischwebende Spirale zum ...
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