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... früher doch einen Wohnwagen erst dann für voll, wenn wir das Stilfser Joch damit abgerodelt hatten und auf der Autobahn Berlin — München einen 65er- Schnitt fuhren, wo es mit dem Solowagen höch stens zu einem 67er-Schnitt langte — und auf der Reichsstraße verlangten wir immer noch sichere 55er Schnitte! Es ist ein ganz gewaltiger Unterschied, ob man einen Wohnwagen als verfahrbare Dauerwoh nung betrachtet oder als mitrollende Gelegen heitsunterkunft; danach hat sich die Konstruk tion zu richten und danach haben sich auch An sprüche an Einzelheiten zu richten. Das fängt schon bei der größten Äußerlichkeit an, dem ä u ß e r e’n Bild. Ohne sich über Notwendigkeit, Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit Rechnung zu geben, ver langt man bei uns als äußere Form etwas Ab gerundetes, Stromliniertes, etwas, das sich der „Linie“ des Zugwagens wenigstens im Groben anzupassen hat; wir sehen ganz einfach den Wohnwagen nicht stehend, sondern fahrend — auch wenn uns das keineswegs bewußt wird. Leider kosten gerade diese runden Formen, diese unserem unbewußten Formgefühl an gepaßten Linien Raum. Wir müssen aus dem nach Länge, Breite und Höhe gegebenen Quader ganz unverhältnismäßig viel Keile und Dreiecke herausschneiden, um auf die „Form“ zu kom men, Keile und Dreiecke, die nachher i m Wa gen in lästiger Weise fehlen. Das gibt dann die Schubladen, in denen hinten ...
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