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... der sportlichen Idee, um aus den tatsächlichen Gegebenheiten heraus zu bündigen Urteilen zu kommen. Der Sport als eine moderne, wohlorganisierte internationale Massen bewegung unseres Jahrhunderts ist in seiner halbnachten Unschuld immer ein anfälliger Körper für Infektionen durch sportfremde Ideen gewesen und die Mäntelchen, die man ihm umhängte, haben seither alle Farben des Spektrums getragen. Von der Arbeiter-Sportbewegung als klassenkämpferisches Instrument über die konfessionellen Sportverbände, die schon einmal in hoher Blüte standen, bis zu der utilitaristischen Sportauffassung der totalitären Staaten, die besonders penetrant im Motorsport bemerkbar war, wo das sportliche Prestige teils aus politischen, teils aus wirtschaftlichen Grün den zum Dogma erhoben wurde, ist kein weiter Weg gewesen. Bei dem Ringen um Einsicht in die tatsächlichen Gegebenheiten, das allein uns weiterbringen kann, zeigt sich — für viele überraschend —, daß der Sport um des Sportes oder anderer nichtpolitischer Motive willen ui u r in der Geborgenheit der Nation möglich ist. Jeder Sportler, jede Mannschaft, jeder Delegierte, die die Landes grenzen überschreiten und den Weg in die Welt suchen, werden oft, ohne es zu wollen, ohne sidi dessen bewußt zu sein, zum Repräsentanten ihres Landes, und setjen sich sofort der möglichen, nicht immer eintretenden Gefahr oder dem Vorzug ...
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