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... kam nicht von ungefähr. Unter der Haube des «RS 55» steckte nämlich ein neues Triebwerk, das auch später bei der Carrera Panamericana einge setzt wurde. Dieser Motor, dessen Block von der Limousine Borgward Isabella stammte, stellte gewissermassen eine Zwitterkonstruktion dar: zwar noch Stossstangenaggregat, aber bereits mit Benzineinspritzung. Karl Ludwig Brandt, dem hervorragen den Motorenkonstrukteur, kamen dabei seine Erfahrungen bei BMW zugute, wo er schon vor dem Krieg am Typ 328 mit Einspritzsystemen experimentiert hatte. Die Leistung des «RS 55» betrug HOPS bei 6000/min und dürfte bei den letzten Rennen bei 115 PS gelegen haben. 1955 entwickelte Brandt, privat übrigens ein passionierter Radfahrer, ein hoch modernes Renntriebwerk, das seiner Zeit weit voraus war. Es handelte sich um einen kurzhubigen Vierventilmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Doppelzündung, Trockensumpfschmie rung und Benzineinspritzung. Auf der Motorbremse brachte das Renntrieb werk auf Anhieb 130 PS. Durch weitere Feinarbeit wurden schon bald 140 PS er reicht. Carl Borgward entschloss sich, 1957 bei der Europa-Bergmeisterschaft mitzumischen. Hans Herrmann wurde damals hinter dem Schweizer W.-P. Daetwyler auf einem Zweiliter-Maserati Vi zemeister, zweifellos ein beachtlicher Einstand. Den grössten Erfolg fuhr 1958 der Schwede Joakim Bonnier ein, der sowohl in der Europa-Bergmeisterschaft ...
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