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... den fünf Alfa erreichte nur ein anderer Wagen das Ziel, und zwar ein Bugatti, der von Varzi gesteuert wurde. Der Bugatti belegte den dritten Platz. Die beiden 2300er er rangen die Plätze eins und sechs, die andern Plätze be legten die 1750er. Und doch bedeutete die Mille Miglia das Rennen für Alfa Romeo. Es war in der Tat ein irrsinniges Unterfan gen. Gestartet wurde in Brescia. In einer grossen Acht — einer Acht von 1000 Mei len —ging es quer durch Ita lien. Der südlichste Punkt war Rom. Die Teilnehmer jagten über lange gerade Strecken, verminderten aber ihre Geschwindigkeit auch auf den kurvenreichen Ab schnitten nicht. Der Futaund der Raticosapass lagen oft im Nebel. Durch alle Dörfchen und Städtchen wurde so schnell wie nur möglich gefahren. Man muss sich einmal vorstellen, wie gefährlich dies war. Auf der ganzen Strecke gab es keine Abschrankungen, aber Mil lionen von aufgeregten und vor lauter Begeisterung sich heiser brüllenden Italienern, die überall neben und auf der Strasse standen. So eine Mille Miglia war in ihrer Blü tezeit kein Wettkampf mehr, sondern fast eine Hysterie, ein Stück grandiosen Wahn sinns. Es gab Unfälle, aber es grenzt schon an ein Wunder, dass nicht viel mehr Tote zu beklagen waren. Das Ren nen wurde auch jedes Jahr wilder und schneller. An fänglich durften nur Stan dard-Serienwagen teilneh men, aber sehr bald fuhren auch mehr oder minder ...
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