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... Ausnahme-Designer waren (und sind), belegt die Tatsache, dass sie - unabhängig voneinander und gelegentlich sogar parallelfür namhafte Häuser wie De Tomaso oder Maserati gearbeitet haben. Es wäre allerdings falsch, Gandini auf diesen ehrgeizigen Wettstreit zu reduzieren: Er hat ihn nicht gesucht und immer seinen eigenen Stil gepflegt. Auch die Ehre, der Marke Lamborghini ein Profil gegeben zu haben, gebührt ganz allein ihm: Giugiaro hat in den letzten fünf Jahrzehnten zwar viel mehr Autos entworfen als Gandini und auch einige Anläufe in Richtung Sant’Agata Bolognese genommen. Zu einem Auftrag kam es aber erst viel späterbeim Gallardo (2003). Sowohl Guigiaro als auch Gandini haben Nuccio Bertone als ihren beruflichen Ziehvater bezeichnet, der ihnen alles beibrachte, was man in diesem Metier wissen muss. Als Giugiaro das Bertone- Nest verliess, war der junge Gandini noch ein ungeschliffener Rohdiamant, der die entstandene Lücke zu füllen hatte:«... Er war begabt, und sein Talent stieg langsam an die Oberfläche», erinnerte sich Bertone später. Tatsächlich konnte sich Gandini mit dem Lamborghini Miura, der 1966 erstmals in Genf gezeigt wurde, auf einen Schlag von seinem Vorgänger emanzipieren und entwickelte schnell eine ihm eigene Formsprache. Die aufsteigende Seitenfensterlinie gehört ebenso zu den Gandini-Signets wie scherenartige Flügeltüren, ...
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