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... nicht einmal von Bedeutung ist, denn weniger als 10 % aller verunfallenden Fussgänger werden auf diese Weise erfasst. In fast 90 % aller Fälle werden Fussgänger in seitlicher Position angefahren, und dies bedeutet bereits eine wesentlich kompliziertere Ausgangslage. Es kommt jetzt darauf an, ob das kollisionsnahe oder das kollisionsferne Bein vorne ist, je nachdem wird sich der Fussgänger im Verlauf der Kollision auf den Bauch oder den Rücken drehen; es kommt darauf an, welches Bein belastet ist, ob allenfalls eine Hand oder ein Unterarm zwischen Becken und Haubenvorderkante eingeklemmt wird usw. Wenn man dazu noch bedenkt, dass mehr als die Hälfte aller Fussgängerunfälle nicht einmal im zentralen Bereich des Fahrzeugs stattfinden, sondern an einer Fahrzeugecke, wo die Verhältnisse noch einmal komplexer werden, erstaunt es nicht, dass das Gefühl der Aussichtslosigkeit von Fussgängerunfallanalysen jahrelang weit verbreitet war. Einen einzigen Standardfall, welcher reprä- sentativ für einen grossen Teil aller möglichen Kollisionssituationen ist, wird es nach Dr. Niederer nie geben. Man muss vielmehr versuchen, einen vernünftigen, minimalen Satz von Kollisionskombinationen zu finden, welcher die tatsächliche Vielfalt der realen Unfälle einigermassen umfasst. Es ist aber keineswegs so, betonte Dr. Niederer, dass komplizierte Bewegungsmuster den ...
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