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... Bildbericht von Ernst Baumann durch. Sie will damit den Sündern an den Kragen, die durch falsche Gangwahl, Gasspiel im Leerlauf, Kavalierstarts und ähnliche «Sportlichkeiten» phonstark auf ihr zweioder vierradunterstütztes Profil aufmerksam machen. Nach Schätzungen der Polizei sind nämlich rund 60 % der übermässigen Lärmimmissionen fahrerbedingt, während etwa 40 % technischen Mängeln am Fahrzeug - meist an der Auspuffanlage - angelastet werden müssen. Schikane? Keineswegs, wenn man die Statistik des Amtes für Umweltschutz der Stadt Bern berücksichtigt. Schallpegelmessungen an zahlreichen neuralgischen Punkten, haben ergeben, dass rund 24 000 Berner - also gut 15 1/2 der Gesamtbevölkerung - in Gebieten mit übermässiger Lärmbelastung leben. Bei einem an sich schon hohen Grundpegel fallen Fahrer, die Spitzenwerte verursachen, besonders negativ auf. Wer um vier Uhr morgens mit 85 dB (A) durch ein Quartier kurvt, kann leicht mehrere hundert Anwohner aufwekken. Solche Mätzchen können in Zukunft in Bern teuer zu stehen kommen. Zwar geht die Polizei schon seit langem gegen Lärmsünder vor, für den Richter aber erwies sich das «Beamtenohr» als Beurteilungsgrundlage nicht in jedem Fall als ausreichend. Dieser Beweisnotstand fällt beim «Ordonanzohr», der aus Präzisionsschallpegelmesser, Bandaufnahmegerät und Pegelschreiber bestehenden Messeinrichtung, weg. ...
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