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... Zunächst empfindet das Auge bei der Begegnung mit einer direkten Lichtquelle Helligkeit, die sich bei grosser Intensität als störende Blendung auswirken kann. Diese ist je nach Alter verschieden;*benötigt ein Vierzigjähriger zum Lesen einer Druckschrift eine Beleuchtungsstärke 1, so genügt für einen Zehnjährigen ein Drittel, für einen Zwanzigjährigen die Hälfte und für einen Dreissigjährigen zwei Drittel, während ein Fünfzigjähriger das Doppelte, ein Sechzigjähriger sogar das Dreifache braucht. Auf ähnliche Weise wirken sich indirekte Strahlen in Form von Reflektionen vom Boden, von Wänden oder von Körpern aus. Diese Blendungen sind freilich je nach Oberflächenbeschaffenheit oder Farbe verschieden. Indessen haben systematische Reihenuntersuchungen ergeben, dass selbst das gesunde Auge Leuchtdichte- Unterschiede nur innerhalb gewisser Grenzen zu verarbeiten vermag. Angewandt auf den nächtlichen Strassenverkehr bedeuten diese Erkenntnisse folgendes: Der Motorfahrzeugführer hat ein dauernd wechselndes Gesichtsfeld vor sich. Zur Nachtzeit wird dieser Wechsel erhöht je nach Lage der Strassenleuchten und der reflektierenden Körper am Boden. Der Autofahrer sieht die vor ihm liegende Strassenoberfläche mit Leuchtdichten zwischen 0,4 cd/m2 (Candela pro m2, spezifische Leuchtdichteneinheit) und 2,5 cd/m2. Diesen Leuchtdichten entsprechen horizontal gemessene, ...
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