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... und unter Sturz die Neigung des Rades, so dass die Radebene nicht mehr senkrecht zur Fahrbahn steht. Ist die Radebene oben nach aussen geneigt, stehen also die beiden Hinterräder von hinten gesehen O-förmig, so spricht man von positivem Sturz; bei negativem Sturz stehen die Räder X-förmig. Die bekannteste und älteste Art der unabhängigen Hinterradaufhängung ist die Pendelachse, wie sie u. a. seit Jahrzehnten von Daimler-Benz und später auch vom Volkswagenwerk gebaut und weiter entwickelt wurde. Jedes Hinterrad ist an einem Tragrohr befestigt, durch das die Antriebswelle läuft. In der Nähe der Wagenmitte ist das Tragrohr um eine zur Fahrtrichtung parallele Achse drehbar, so dass sich jedes Rad beim Federn unabhängig vom anderen auf dem Teil eines Kreisbogens auf und ab bewegen kann. Dabei ändert sich, wie man leicht einsieht, Spur und Sturz, was nicht unbedingt erwünscht ist. Früher hat man die Räder stark auf positiven Sturz (O-förmig) so eingestellt, 'dass diese erst beim Durchfedern etwa in die Nullage kamen, d. h. senkrecht zur Fahrbahn standen. Heute stellt man bei unbelastetem Fahrzeug die Räder fast senkrecht und lässt sie bei Belastung oder Federn negativen Sturz annehmen. Es hat sich gezeigt, dass für das Aufnehmen von Seitenkräften in Kurven der negative Sturz günstig ist. Deshalb weisen die heutigen Rennwagen schon von Haus aus negativen Sturz ...
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