Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... die Regierung werde dies «als Zeichen dafür werten, dass die Bremsen jetzt eingerastet sind» Dagegen traten die Gewerkschaften sehr schnell mit einer Erklärung an die Oeffentlichkeit. «Die Regierung hat einen fundamentalen Denkfehler begangen», erklärte der Vorsitzende der Techniker-Gewerkschaft Clive Jenkins, «wenn sie von der Hypothese ausgeht, das Land könne wohlhabender werden, wenn es weniger produziert.» Ein Funktionär der Automobil* arbeiter-Gewerkschaft forderte, es solle mit allen Mitteln ein Rückgang der Produktion verhindert werden. Andernfalls müssten sich die Arbeiter auf «einen harten Winter» gefasst machen. Der Verwaltungsratspräsident von BMC erklärte, dem Unternehmen sei die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber unter den gegenwärtigen Umständen sei sie nicht zu umgehen. BMC produzierte im vergangenen Jahr 886 000 Wagen. Der Gesamtumsatz belief sich 1965 auf 483 Millionen Pfund Sterling. Die Hiobsbotschaft aus England zeigt wieder einmal auf, wie empfindlich die Autoindustrie auf massive konjunkturpolitische Eingriffe reagiert, noch rascher als das im allgemeinen als besonders konjunkturempfindlich betrachtete Baugewerbe. Der Wirtschaftssachverständige der bekannten französischen Zeitung «L'Equipe», Eduard Seidler, bezeichnete die nun ausgebrochene Krise als «crise preventive» und als «crise voulu». Eine gewollte Krise war es ...
Kommentare