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... die Autopioniere ganz und gar uneins. Karl Benz vertraute auf den von Lenoir erfundenen Funkeninduktor, der schon durch einen elektrisch erzeugten Funken die Verbrennung in Gang setzte. Das funktionierte prima - jedoch nur kurze Zeit, denn nach wenigen Kilometern waren die stromspendenden Chromsäure- Batterien leer und mussten durch neue ersetzt werden. Gottlieb Daimler wollte lange Zeit nichts von der elektrischen Zündung wissen. Bei seinen Motoren ragte ein kleines Röhrchen in den Zylinderkopf, das von aussen durch eine Flamme zum Glühen gebracht wurde. Diese Glührohrzündung sorgte für relativ hohe Motordrehzahlen ... und fluchende Chauffeure, denn ständig blies der Fahrtwind die Heizflamme aus. «Damit haben Sie den Vogel abgeschossen», meinte Robert Bosch, als ihm Mitarbeiter Gottlob Honold seine von ihm entwickelte Hochspannungs- Magnetzündung vorführte. Das war anno 1902. Der neue Zündapparat beseitigte tatsächlich mit einem Schlag alle Zündprobleme. So nebenbei hatte Honold auch gleich die Zündkerze mit erfunden. Die gelang ihm so gut, dass sie auch heute noch im hohen Alter von 84 Jahren im Grundprinzip unverändert gebaut wird. Kerzen, Unterbrecher, Kondensator und Verteilerscheibe waren Grundelemente der Hochspannungszündung, die ebenfalls bis heute überlebt haben. Aber sonst änderte sich so manches an der Zündung. Mitte der ...
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