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... umbauen lassen. Wenn schon ein Cabriolet, dann doch sicher einen Roadster, muss der Karossier gesagt haben, denn nicht nur für ihn gilt diese zweisitzige offene Ausführung als die schönsteKarosserie-Variante, welche die deutsche Autoindustrie je hervorgebracht hat. Gesagt, getan. Schindler schraubte die Stahlkarosse ab, entsorgte sie und baute seine Roadster-Karosserie auf. Jawohl — und als das Auto fertig war, hatte er12 000 Arbeitsstunden investiert. Nicht nur von Schindler, versteht sich, dennman baut kein neues Auto auf ein altes Chassis. Motor, Getriebe, Schwingachse, Radaufhängungen — alles wurde überholt. Unzählige Teile mussten verchromt werden; das Fahrzeug verlangte eine Lackierung, Polster und so weiter. Selbstverständlich kann man heute bei Mercedes-Benz nicht einfach eine Roadster-Karosserie bestellen. Das Werk kann nicht einmal mehr mit einem Schlusslicht dienen. Es war für Schindler schon mühsam, einige brauchbare Zeichnungen und Skizzen seines Geisteskindes zu erhalten. Nun gut, die Zeichnungen kamen und wurden mit viel Geduld und Ausdauer im Massstab 1:1 aufs Papier gebracht. Nach diesen fertigte man die Einzelteile von Hand an, wobei die grossen Blechteile wie z. B. die mächtigen Kotflügel und die Türen noch am wenigsten Arbeit verursachten. Denn der Teufel steckte auch hier im Detail. Heute unsichtbare Teile mussten gezeichnet ...
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