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... verdammten Kurven. Das Training absolvierten wir in dreimal zwei Fahrten. Ich war über die Strecke ganz erschrocken. Die zahllosen Kurven und sonstigen Gefahren des Alpenterrains waren unmöglich im Gedächtnis zu behalten - und geradedas war immer meine Stärke Bubikopf und Charleston Ernes Merck verkörperte diemoderne, reiche Frau der Zwanzigerjahre. Abenteuerlustig, ob als Pilotin oder Rennfahrerin, als Organisatorin von Weltfrauenkongressen oder als Fotografin in Afrika. Mit ErnesMerck liess sich Reklame für die schnittigen Mercedes machen. Jung, erfolgreich, Bubikopf, derRocksaum des Charleston- Kleides knapp über dem Knie. Doch Frauen und Autos, das war 1924 für Schweizer Männer noch eine undenkbare Kombination, wie ein anonymer Artikel in der «Automobil Revue» beweist. «Ist es Vererbung oderGewohnheit, Frauen haben keinen mechanischen Instinkt. gewesen. Der Kurs führte über felsige Kämme wie ein schmales Band und war von halsbrecherischen Abhängen gesäumt. Auf dieser Strecke passiert man drei Klimazonen: unten tropischer Regen, in derMitte Nebelbrei und oben meterhohen, frischen Schnee. Unten war es noch erträglich, aber ab tausend Meter peitschte einem Gletscherregen ins Gesicht - und das bei 140 km/h Vom nassen Schnee wurde man halb blind. Auf dem weichen Boden rutschten die Reifen, und der Wagen brach off unvermittelt aus. Ich ...
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