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... einer einstmals stolzen Festung am Eingang des Lauterbrunnentales, verträgt sich mit der Nachbarschaft von komfortablen Sommerhotels gar nicht so schlecht. Frei und weit geht der Blick vom Fusse des ehrwürdigen Gemäuers in die Ferne: südwärts zur Jungfrau. Nach Norden aber dehnt er sich bis zum Brienzersee mit dem Brienzer Rothorn als Gipfelpunkt der Bergkette am Horizont. Vor der Ruine selbst dehnt sich Weideland, und ein naturgebautes Amphitheater bildet denn auch den Schauplatz des ländlichen Festes. Nicht eines jährlichen Festes übrigens, denn die schweizerischen Trächtenleute treffen sich seit 1946 zum erstenmal wieder bei Unspunnen und« tun dies nur alle 9 bis 10 Jahre. Es ist eine Landsgemeinde allereigenster Art, dieses« 150-Jahr-Jubiläum des ersten Unspunnenfestes von 1805, das im Frühherbst gefeiert wird. Die Erinnerung an den Ursprung des Treffens ist noch heute lebendiges Allgemeingut. In den Jahren nach dem «ancien regime», nach der Zeit der französischen Bevormundung, ging vom Patriziat der Stadt Bern ein ganz neuer Gedanke aus: «Ein ländliches Schweizerfest zu stiften und dazu alle Alphirten einzuladen, die sich im Alphornblasen, im Schwingen, im Steinstossen und im Schiessen mit Feuerröhre und Armbrust oder einer anderen Fertigkeit geübt hatten.» Man schrieb damals das Jahr 1805. Die Idee schlug ein, und die erste Unspunnenfeier wurde ...
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