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... kurvenreichen Strecken nicht sehr, und der geringe Strassenkontakt der unnötig stark untersetzten Servolenkung war besonders auf Schnee und Eis nicht sehr vertrauenerweckend. Die Ansichten der Firma, die der damalige Chefingenieur Harry Grylls formulierte, waren durch den sogenannten «Niess-Faktor» beeinflusst. Danach durfte man den für Rolls- Royce wichtigen amerikanischen Kunden kein Auto mit direkter Lenkung anvertrauen, weil sie sonst beim geringsten Anlass, etwa eben beim unerwarteten Niessen, in einen Graben fahren würden. Solches mag sich ereignet haben. Wäre die RR-Lenkung nicht so erschreckend leichtgängig gewesen, hätte man es wohl vermeiden können. Doch im Interesse schlecht fahrender, vom Heuschnupfen geplagter Amerikaner mussten sich alle Rolls-Royce-Liebhaber mit beeinträchtigter Herrschaft über den Wagen zufriedengeben. Das Image der Marke als Auto älterer Herren wurde damit noch gefördert, und es konnte niemanden überraschen, dass der durchschnittliche Rolls-Royce- Käufer nach Marktanalysen über 50 Jahre alt war. 1965 erschien der Silver Shadow, und mit ihm die hydropneumatische Aufhängung mit automatischer Niveauregulierung und sanfter Fahrweise ohne Nickschwingungen. Das Dreifach-Scheibenbremsensy stem übernahm zwar ein schwaches Glied vom Vorgänger: Wenn ein sorgloser Mechaniker die Sicherung am Pedal nicht einwandfrei vornahm, ...
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