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... und blutigen Gesichtern waren wir nicht gerade begehrte Gäste! Um 2 Uhr mittags setzten wir unsere Autoreise auf prachtvoll gepflegter Strasse, t die nun bald in schönen, engen Tälern rapid zu steigen begann, wieder fort und erreichten in einer schwachen Stunde die Passhöhe des Antilibanon, wohl gegen 1600 Meter hoch über Meer gelegen. Wundervoll war der Blick hinunter in das breite, fruchtbare Tal von Beka, dessen saftiggrüner, vom Nähr el- Litani durchströmter Talboden einen wohltuenden Kontrast zu der eben durchfahrenen braunroten, nackten Wüste bildete. Gegen- über erhob sich stolz, als Herrscher seit Jahrtausenden ubei die zu seinen Füssen lebenden und wieder vergehenden Völkern, der schneebedeckte Libanon, während direkt in der Fortsetzung unseres Kammes nach Sü- den die Berge des Hermon bis auf eine Höhe von über 2700 Meter sich in die Wolken verloren. Das waren also die riesigen Felsenwälle', die den erlösenden Regenwinden des' Mittelmeeres den Durchzug zur Wüste verweigern — stolze, trotzige Recken, wie sie meine Phantasie sich nicht vorgestellt hatte. In gut ausgebauten Kurven, die unser Wü- stenchauffeur leider so schlecht fuhr, dass es uns Automobilisten in den Fingern juckte und wir uns wieder sprungbereit hielten, kamen wir in das breite Tal mit lieblichen, sauberen Dörfern hinunter, um gleich darauf wieder auf die Höhen des Libanon ...
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