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... Zukunft offiziell mit einer weiteren Gebühr Bekanntschaft schliessen müssen, ist etwas weiter auszuholen. In der guten alten Zeit, ungefähr bis zu Beginn der 90er-Jahre, war der Handel mit Altreifen ein Geschäft. Die Wohlstandsgesellschaft hat einen Grossteil der teilweise abgefahrenen Pneus in Länder exportiert, wo der Grundsatz «Hauptsache, es fährt» regierteund Profiltiefen einen ähnlichen Stellenwert hatten wie der Tidenhub am Bielersee. MISCHRECHNUNG Solange die Karkasse in Ordnung war, liess sich sogar ausblank gefahrenen Reifen Geld machen. Als Abnehmer fungierten in diesem Fall die Aufgummierer. Nur der wirkliche Schrott musste endgültig entsorgt, sprich gegen Gebühr einer Verbrennung zugeführt werden. Altreifenhändler kauften beim Garagistendie ersetzten Reifen auf, machten eine Mischrechnung - die Massemachts - und verdienten ordentliches Geld damit. Auch der Garagist oder Reifenhändler legte zumindest nicht drauf. Daneben gibt es auch einen inländischen Markt für gebrauchte Pneus. Die Globalisierung hat diesem wundersamen Treiben aber stark dazwischengepfuscht. Die Mischrechnung gehtfür die seriösen Altreifenhändler nicht mehr auf. Denn die festen Kosten, das Einsammeln, Transportieren, Sortieren und gegebenenfalls Weiterspedieren, sind unverändert geblieben. Neue Reifenfabriken im nördlichen Afrika bewirkten, dass die Exportmärkte ...
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