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... den Schritt auf gewerkschaftlicher Seite. Die drei grossen demokratischen Gewerkschaftsorganisationen weisen in einer gemeinsamen Erklärung darauf hin, dass Fiat jetzt zum vierten Male im Verlauf von zwei Jahren die «prezzi di listino» hinaufschraubt (im Januar 1970 um 5 o/o, im November 1970 um 3,5 %, im Juli 1971 um 5 o/o) und damit den inflationistischen Prozess anschüre. Die Fiat-Leitung treffe daher ein gerüttelt Mass Schuld an demschleichenden Prozess, der im ständigen Absinken der Kaufkraft bestehtund somit die Löhne entwertet. Mit den Preiserhöhungen ziele man bei Fiatallein auf eine Profitsteigerung ab, was zur Grossstrategie eine Abwälzung derInvestitionen auf die Kollektivität gehöre. Regierungsintervention gefordert Die Arbeitnehmerverbände fordern im Namen der Fiat-Belegschaft ein sofortiges energisches Einschreiten der Regierung, um die Preiserhöhungen zu blockieren. Roms grosse bürgerliche Tageszeitung «II Messaggero» meint dazu in einem Kommentar, man könne keinen Unterschied zwischen den sogenannten «sozialen Dienstleistungen» (Post, Telephon, öffentliche Verkehrsmittel) und dem Personenwagen als angeblichem Luxusinstrument machen. Das Auto sei heute kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Jede Preiserhöhung im automobilistischen Sektor habe daher dieselben schwerwiegenden Rückwirkungen wie die der Postund Telephontarife. Leider liege ...
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