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... Wie Steine eines Dominospiels wirken die Ruhebänke und Pflanzenkübel. Das Volkswagenwerk, clever, aber nicht immer glücklich im Aufspüren von Auslandsarrangements, versucht jetzt zum zweitenmal, eine langfristige Zusammenarbeit mit der DDR- Automobilindustrie anzubahnen. In Konkurrenz mit Italien, Frankreich und Japan wollen die Bundesdeutschen ihren Standortvorteil nutzen und gleichzeitig dadurch besser ins Geschäft zu kommen, dass sie der staatlich gelenkten DDR- Autoproduktion helfen, knappe Hartwährungsdevisen zu sparen. Schon einmal versuchte der VW-Konzern, durch die Lieferung von 10 000 Fahrzeugen des Typs Golf Ansatzpunkte für ein dauerndes Geschäft mit der DDR zu finden. Das scheiterte in erster Linie an der ostdeutschen Devisenknappheit. Die Gefährte aus der Bundesrepublik haben in der DDR einen hervorragenden Ruf. So mancher Uralt-VW, der im Westen längst auf dem Schrottplatz gelandet wäre, wird von Bastlern in der DDR noch immer in betriebsfähigem Zustand gehalten. Die DDR-Eigenproduktion ist veraltet. Einmal werden zu wenig Fahrzeuge hergestellt, zum anderen hinken die beiden Standardtypen Trabant - im Volksmund «Trabi» genannt - und Wartburg weit hinter der technologischen Entwicklung her. Hier setzt nun, wie in «AR» Nr. 7 kurz gemeldet, die Verkaufsstrategie des VW-Werkes an: Der Konzern hat in Salzgitter, in der Nähe der ...
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