Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... den die kleinen europäischen Wagen auf dem amerikanischen Markt eingenommen hatten, von den amerikanischen «Kompakten» gefüllt wurde. Aber: «der Kompakte tat seine Pflicht; die tat er gern; mehr tat er nicht», das heisst, er war zu langweilig. Der Corvair war lebendig (zu lebendig, wie später Naeder behauptete). Er bot Abwechslung. Der Amerikaner kaufte ihn. Ingenieur Edward Cole, der sich den Corvair ausgedacht hatte, stieg m der GM-Hierarchie von Posten zu Pasten; 1967 war er «president». Inzwischen aber, 1965, war Naders Buch herausgekommen. Nader griff Detroit auf breitester Front an, erklärte mehr oder weniger alle Wagen für «unsicher», konzentrierte sich aber auf den Corvair und versuchte den Nachweis zu erbringen, Radaufhängung und Lenkung seien für eine ganze Reihe tödlicher Corvair-Unfälle verantwortlich. Schon vorher waren einige Schadenersatzprozesse wegen angeblich durch fehlerhafte Konstruktion verursachte Corvair-Unglücksfälle gegen GM angestrengt worden; nach Naders Buch wurden es Dutzende und schliesslich über 150 Corvair-Prozesse, wie GM selbst zugibt. Annähernd 60 schweben noch. Es ist in diesem Zusammenhang belanglos, das GM nicht einen einzigen der Corvair-Prozesse verlor, wenn auch viele von ihnen im Wege des aussergerichtlichen Vergleichs beigelegt wurden. Der Schaden war geschehen; das Publikum war misstrauisch ...
Kommentare