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... man also Zirkus mit Theater, wobei das Theater den äusseren »ornehmen Rahmen und der Zirkus das Programm gaben. In kürzester Zeit hatte sich das Variete die ausgesprochene Gunst des reichen, eleganten Publikums erworben; und bald kamen auch die anderen Kreise, denen früher der Zirkus Unterhaltung bot. Grosse Variete-Unternehmungen _ errangen Weltruhm, wie der Wintergarten in Berlin, der Ronacher in Wien, der Krystallpalast in Leipzig, das Liebichtheater in Breslau, das Royal Orfeum in Budapest Die Zeiten wurden härter, leicht erworbener Wohlstand schwand ebenso leicht dahin, Stürme erschütterten die Welt, neue Kunstgattungen, besonders der Film, der Rundfunk, traten als schärfste Konkurrenten des Varietes auf: das Varield aber blieb, ja, es gewann immer neue Freunde. Die Häuptanziehungskraft des Varietes liegt eben in der Güte der Vorführungen, in den Leistungen der Artisten. Der Direktor, der seine Kunst, oder sagen wir besser: sein Handwerk, versteht, sorgt durch richtige, schlagende Zusammenstellung des Programms dafür, dass das Publikum nicht ermüdet, nicht zur Ruhe kommt. Wenn auch zum Beispiel die atemberaubenden, tollkühnen Leistungen der Luftteufel, die durch den Raum schwingen, wieder aufgefangen und wieder Pfeilen gleich über die Köpfe der Zuschauer hinweggeschleudert werden, von den mehr sanften Dressurakten reizender Hunde oder Katzen ...
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