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... zurückblicken auf die Entstehungsgeschichte der ihn interessierenden Gegebenheiten. Man ist versucht, das römische Strassennetz, das es beispielsweise immerhin um 300 n. Chr. einem Pilger ermöglichte, auf Römerstrassen von Bordeaux nach Jerusalem zu reisen, wobei er annähernd 5000 km auf guten Strassen zurücklegen konnte, gewissermassen aus Gewohnheit als Weltwunder zu bezeichnen. Viel eher ein Wunder zu nennen ist aber das, was Napoleon innert einem Jahrzehnt für das europäische Strassennetz tat. Auch die in nationalsozialistischer Zeit in Deutschland aus dem Boden gestampften Autobahnen sind unbeschadet der dahinter steckenden Ziele und Methoden als eine einmalige Leistung zu bezeichnen. Allen diesen Höhepunkten europäischen Strassenbaus waren ausgesprochen starke zentralistische Züge eigen, eine Tatsache, die auch in den heutigen Anstrengungen zur Schaffung grosszügiger Strassennetze ihren Niederschlag findet. Ein geradezu klassisches Beispiel ist in dieser Hinsicht die föderalistische Schweiz, welche nicht darum herumkam, im Bestreben, die Verkehrswege endlich den Anforderungen des Verkehrsvolumens anzupassen, einen tiefgehenden Eingriff in die staatliche Struktur vorzunehmen, indem das Volk über eine Verfassungsänderung dem Bund (Eidgenossenschaft) erstmals die Kompetenz zur Erstellung von Strassen geben musste, nachdem die Strassenhoheit bis dahin ...
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