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... zum Gewinn: Mode lebt und Leben modelt, Und so haben beide Sinn. Joachim Ringelnatz Modejournalen, pilgert von Schaufenster zu Schaufenster und prüft jedes Mannequin auf seine mögliche Ähnlichkeit mit einem selbst. Ein Münchner Modeschöpfer propagiert in diesem Herbst Hosenröcke, enge kniekurze Beinkleider, über die offene Rockteile wehen. Er hat damit in erster Linie, wie er sagte, an uns Autofahrerinnen gedacht und unserer Bequemlichkeit einen charmanten Beitrag gezollt. Für schlanke Frauen eine Mode von reizender Keckheit. Aber: ob Hosenrock oder nicht, das neue Herbstkostüm und der neue Herbstmantel sind die Asse im Spiel, um sie kulminiert unser augenblickliches Interesse. Was vorjährig ist, erscheint plötzlich als »alter Hut«« und »kalter Kaffee«. Genau umgekehrt wie bei den Männern, die sich erst in einem Anzug wohl fühlen, wenn er sich in jahrelanger Freundschaft mit ihnen verbunden hat, lechzen wir Frauen nach etwas Neuem, noch nie Dagewesenem. Als gelte es, mit jedem neuen Kleidungsstück die Welt aus den Angeln zu heben. — Diese ewige Unruhe in uns, dieser stetige Anruf der Schönheit ist auch die ewige Triebfeder der Mode. Seit urewigen Zeiten war es so und wird es so bleiben: Mode ist Freude am Leben, Freude an der Verwandlung, ein ewiger Jungborn für Augen und Herz! Isabel Mögen die Blätter fallen, das Laub sich bräunlich ...
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