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... Verkehr und grauenvoller Tod. Dies alles steckt in den Zahlen. Und wir hätten keinen Sinn für die Wirklichkeit, wenn wir das nicht erkennen könnten. Das, was uns täglich auf den Straßen bedroht, wird plötzlich uninteressant und eintönig, weil es sich in Zahlen präsentiert? Ein schwerer Verkehrsunfall, dessen Zeuge wir sind, erschüttert uns — und 10 954 bei Straßenverkehrsunfällen getötete Menschen lassen uns unbeeindruckt? Hier ist etwas falsch. Doch nicht die Statistik ist falsch, sondern unsere Einstellung ihr gegenüber. Was nützt das registrierte Grauen, wenn wir nicht einsehen, daß wir selbst in diesen Zahlen drinstecken — wenn wir jene Tabellen nicht verwenden, um uns einen Überblick zu verschaffen. DiesenOberblidc haben wir dringend nötig; denn er ist uns verlorengegangen in einer Flut sich oft widersprechender kurzer Zeitungsnotizen. Unsachgemäße Interpretation hat dazu beigetragen, daß wir uniformiert einhertappen, anstatt zu wissen, woran wir sind. Es ist das Verdienst des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, allen, die am Straßenverkehr interessiert sind, einen umfassenden Jahresbericht über die Straßenverkehrsunfälle von 1953 zur Verfügung gestellt zu haben1). Es wäre fahrlässig, an diesem Material mit einem knappen Hinweis vorbeizugehen. Wir werden es uns ansehen, um treffend argumentieren zu können, sobald irgendwo unzutreffend ...
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