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... Napoleon wurde 1769 auf Korsika geboren und starb 1821 auf St. Helena; da bin ich ganz sicher, auch wenn die Leute auf Elba so tun, als lebe er noch. Und zwar bei ihnen. Man kann es ihnen nicht verdenken. Denn nach der Zeit der Heimsuchung durch den Sarazenen-Piraten Barbarossa im 16. Jahrhundert (nicht zu verwechsein mit Kaiser Rotbart lobesam gleichen Namens) brachte erst wieder die Episode mit Napoleon so richtig Farbe in die Geschichte der Insel. Nun war die Zeit der sarazenischen Gemetzel, denen ganze Dörfer zum Opfer fielen, keine Epoche, an die sich irgend jemand auf Elba gerne erinnert. Aber die zehn Monate, da Herr Bonaparte, aus Frankreich verbannt, als souveräner Fürst über die (damals) 12 000 Analphabeten von Elba regierte — das war doch eine Zeit! Der große Korse zeigte, daß er auch auf kleinem Wirkungsfeld ein Genie der Organisation war. Mit der Energie eines Wirbelsturms krempelte er das Leben auf der Insel um, kümmerte sich um Erzförderung und Straßenbau, ließ Baumeister kommen und Hunderte von Obstbäumen. Was Elba in den folgenden Jahrzehnten auf wirtschaftlichem Gebiet an Profitablem erlebte, verdankt es dem Korsen. Kein Wunder, daß er für alle Elbaner noch heute residiert, zumindest in den Herzen. Ausgenommen vielleicht die Leute von Capoliveri, die sich weigerten, an Napoleon Steuern zu zahlen, und die dann ...
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