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... Dieses Athos, kleiner Finger der nordgriechischen Halbinsel Chalkidike, die sich wie eine Hand ins Ägäische Meer streckt, dieses 320 qkm kleine Gebirgsland, aus dem der Athos-Gipfel über 2000 Meter hoch aufragt, ist tatsächlich eine eigenständige Republik. Zwar kann seit 1969 ein griechischer Gouverneur beim Regieren mitreden, aber de facto herrschen nach wie vor in der kleinen Hauptstadt Kariä im Zentrum der Halbinsel die »Epistaten der Heiligen Gemeinde des Heiligen Berges Athos«, immer vier an der Zahl. Nur sie stellen auch das Diamonitirion aus, jenes begehrte Papier, das den Fremden zum Gast macht: Es berechtigt zum fünftägigen Aufenthalt in der Mönchsrepublik, außerdem zum Essen und Schlafen in den Klöstern. Dieses Diamonitirion bekommt man nun freilich nicht so ohne weiteres. Vielmehr braucht man (man = Mann und über 21) zunächst eine Empfehlung vom deutschen Generalkonsul in Saloniki, dann eine Empfehlung vom griechischen Außen (Dministerium, dann das Okay der Ausländerpolizei. Diese drei Dinge lassen sich aber in Saloniki, wenn man sich sputet, an einem Vormittag erledigen. Nach der Paß- und Zollkontrolle in Dafni folgt noch die Anmeldung bei der Fremdenpolizei in Kariä und schließlich der Gang zur Mönchsregierung. Auf Athos ist man sich selbst überlassen Ich bekomme mein Diamonitirion — ...
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