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... schont man den Lack am besten? Jetzt hatte es Herr Schräder aus Köln schriftlich: Er war ein Umweltverschmutzer! 450 DM mußte er zahlen. Denn nach § 13 der Kölner Ordnungsverfügung kann jeder bis zu 500 DM Geldstrafe verurteilt werden, der seinen Wagen auf der Straße wäscht. In Wiesbaden kostet der gleiche Spaß 100 DM, und auch mehrere andere Städte haben die Autowäsche am Straßenrand bereits verboten. Kaum verwunderlich, daß in den Ballungsgebieten jeder zweite deutsche Autofahrer sein gutes Stück nicht mehr selber wäscht, sondern es einem Tankwart oder einer automatischen Waschanlage anvertraut. »Dreck ist das große Geschäft«, so werben die Hersteller von automatischen Autowäschereien in den Fachpublikationen des Tankstellenund Garagengewerbes und rechnen den Tankstellenpächtern Renditen vor, die sich sehen lassen können. Immerhin, fast 1 Milliarde DM wird jährlich von den Autofahrern für die automatische Fahrzeugreinigung ausgegeben. Denn der gute alte Tankwart, der für 5 bis 10 DM und ein ordentliches Trinkgeld den Wagen von Hand wäscht, wird immer seltener. Dafür schießen allerorten Kleinwaschanlagen und Kurz-Waschstraßen, die sich gerade noch in der Pflegehalle einer Tankstelle unterbringen lassen, aus dem Boden. Man fährt hinein, Wassermassen stürzen auf den Wagen nieder, Waschbürsten walzen über ihn ...
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