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... Deutsche Grüße jubeln uns zu. Die italienische Grenzkontrolle ist bureaukratischexakt, aber vornehmhöflich. Die unerläßlichen Formalitäten wickeln sich glatt und fast wortlos ab. Punkt 12 Uhr mittag fahren wir in Sterzing ein und machen erste Rast in der gastlichen „Alten Post". Kurz nach 1 Uhr sind wir bereits wieder auf der Straße Sterzing—Bozen. Blühender Frühling grüßt uns mit seinem bezwingenden Zauber. Auf den Höhen zerfallene Schlösser, Ruinen, die stumme Zeugen großer geschichtlicher Epochen dieses gottgesegneten Landstriches sind. Hinter Franzensfeste breitet sich weit, weit das Tal, in dessen Mittelpunkte sich die alte Fürstbischofstadt Brixen erhebt. Südliche Vegetation wird durch echte Kastanien gekennzeichnet, die schon ihre Blütenpyramiden aufgesetzt haben. Die Berge rücken wieder näher zusammen, der weiße Gischt der wilden Eisack spritzt am Gestein empor. Nach Durchquerung der Talengen und Klausen weitet sich wieder eine fruchtbare Ebene. An den Hängen kocht die Sonne goldene Tropfen. Jetzt blühen die Obstbäume, ein Meer von weißen Blüten rechts und links. Da steigen die Steinmauern der Dolomiten empor. Wir nähern uns unserem Ziel. Um 3 Uhr nachmittags fahren wir in Bozen ein. Azurblau wölbt sich der Himmel über den Schneezinnen der Berge, in den Gärten schon ein bunter Blütenflor: Das ist sonniger, lachender Lenz, ...
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