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... doch mal »Verkehr«! Sie steht in einem Schulzimmer der Volkshochschule Münster und grübelt lange hin und her. In der rechten Hand hält Karin Reher unbeholfen ein kleines Stück Kreide. Dann setzt sie an und schreibt in tapsigen Bögen »Fkr« an die große Scnultafel vor ihr. Kaum ist die Kreide abgesetzt, wandern ihre Augen fragend zu Peter Hubertus, der sich seit Jahren für Analphabeten engagiert und ihren Schreibuna Lesekurs leitet. Ruhig und geduldig wiederholt er, um was er seine Schülerin vor drei Minuten gebeten hatte: Schreib doch mal das Wort »Verkehr«. Dabei »singt« er ihr mehrmals überdeutlich die Silben vor. Und siehe da: Im zweiten Versuch klappt es besser, da bringt diese erwachsene Frau immerhin schon ein »Ferker« zustande. Die sich da so schwer tut mit den Buchstaben ist Analphabetin. Noch vor kurzem konnte sie so gut wie gar nichts lesen una schreiben. Doch jetzt, nachdem sie seit einem guten halben Jahr bei Hubertus im Kurs zweimal wöchentlich an ihrem Problem arbeitet, ist das nicht Karin und ihre all tägliehen Probleme: das Formular in der Bank, das Spülmittel- Etikett im Super markt, die Fahrplanauskunft am Bahnhof, das Arztsthild an der Hauswand. Im Leseund Schreibkurs betritt sie erstmals die Welt der Buthstaben und hat ihren Spaß dabei. mehr ganz so. Besonders beim Vorlesen, das sich so ...
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