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... 77 Das Auto als Fahrmaschine: so pur, so offen, so sinnlos, so geil. Der Irmscher Seventy Seven A im Lotus-Stil. Dieses Biest. Wie es mich schüttelt. Wie es brüllt. Wie es davonstürmt. Jede Straße ist immer eine Herausforderung. Jeder Wind ist immer ein Orkan. Mein Blick fällt auf freistehende Räder, die neben der langen Motorhaube wie spielerisch in den Federn auf und ab tanzen. Ich fahre. Nichts anderes. Nur dieses Fahren. Ich muß an Colin Chapman und Lotus denken. Chapman, das war Lotus, und Lotus, das waren filigrane Formel-1-Kunstwerke. Wenn sie siegten, dann sprang Chapman auf die Ziellinie und warf den Piloten seine Mütze vor die Räder. Lotus, das war auch der Super Seven. Ein zierlicher Roadster, fast ein Rennauto für die Straße, ohne jede Materialund Gedankenverschwendung an so unwichtige Dinge wie Komfort oder Nutzen. Als der Seven ging, kamen die Kopien. Heute kommt die wahrscheinlich beste von Irmscher aus Waiblingen, einer renommierten Firma, die sich mit Opel-Autos und Motorsport beschäftigt. Pro Jahr baut Irmscher 150 Seventy Seven, mit 85 kW (115 PS) oder 110 kW (150 PS), Stückpreise 55000 bis 69000 Mark. Seventy Seven fährt man offen, natürlich. Für Notfälle gibt es ein sauber gearbeitetes Verdeck und Seitenscheiben. Jede Fahrt ist immer eine Mischung aus dem Respekt vor der ...
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