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... Sie hatten sich schlecht benommen, und der Kapitän machte von seinem Hausrecht Gebrauch. Das aber geht bei der christlichen Seefahrt weit. Im Hotel langweilen Sie sich, wenn Sie zehn Minuten auf einen Besuch warten müssen. Auf dem Schiff langweilen Sie sich nie. Im Hotel begegnen Sie Ihrem Zimmernachbarn noch nach Wochen wie ein Fremder. Auf dem Schiff können Sie — vor allem, wenn Sie eine Dame sind — jedem unbekannten Herrn haltsuchend um den Hals fallen, sobald eine Welle naht. Ein langweiliges Tischgespräch brechen Sie ab, ohne im geringsten unhöflich zu sein, indem Sie den Löffel fallen lassen, bleich werden, aufspringen, klagende Laute ausstoßen und aus dem Saal eilen. In welchem Hotel könnten Sie das? Den größten Unterschied zwischen Hotel und Schiff aber finden Sie in der Bedienung. An Bord der meisten Schiffe — auch vielen von der preiswerten Kategorie — umsorgt man Sie so, wie man das aus Hotels nur noch von Romanen oder Glücksfällen in der Schweiz kennt. Die »Hamburg« heißt heute »Maxim Gorki« Diese Obhut beginnt, sobald Sie das Schiff besteigen — oder, unter uns Seeleuten gesprochen, an Bord gehen. Viele Passagiere haben großes Unbehagen vor diesem Augenblick. Wohin mit den Koffern? Wohin mit einem selbst? Auch ein kleines Schiff wie die »Estonia« mit 5000 Bruttoregistertonnen, die zwischen Zeebrügge und Casablanca kreuzt, ...
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