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... 4000 Einwohnern, einem ehemaligen Zisterzienserkloster und spätromanischer Stiftskirche. Daß dieser Ort in der Skiwelt zu einem Begriff wurde, verdankt er weniger seinen Pisten als einem Herrn Mathias Zdarsky, der dort um die Jahrhundertwende eine bemerkenswerte Entdeckung machte. Aus Norwegen brachte er eines Tages einige von den seltsamen Brettern mit, die zum Gehen in der verschneiten Ebene benutzt wurden. Er erkannte die kühne Möglichkeit, sich mit diesen Skiern auch talabwärts zu bewegen — und zwar ziemlich schnell. Auch noch herauszufinden, wie man mit den tückischen Hölzern in voller Talfahrt eine Richtungsänderung bewerkstelligen kann, war für ihn dann kein großes Problem mehr. Zdarsky fühlte sich auf seinen Brettern bald so sicher, daß er seine Tricks und Lauftechniken öffentlich kundtun konnte, und zwar in seinem 1896 erschienenen Buch »Alpine Lilienfelder Skilauftechnik«. Daß dieses erste Skilauf-Lehrbuch der Geschichte nicht in Österreich oder in einem anderen Alpenland erschien, sondern ausgerechnet in Hamburg an der Waterkant, darf zu jenen Kuriositäten gerechnet werden, die sich die Geschichte zuweilen erlaubt. Zdarsky hatte sogar das Glück, nicht das Pech anderer Erfinder zu haben, die den totalen Sieg ihrer Idee meist nicht mehr erleben. Im Gegenteil: Seine Ski-Technik fand so schnell ...
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