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... ständigen österreichischen Generals Mack .arbeitete überhaupt nicht für Österreich. Er war französischer Spion und hinterbrachte den Alliierten nur dann Geheimnisse, wenn es Napoleon paßte. Panne Nummer zwei, noch kurioser: Kein Mensch dachte bei den Stabsbesprechungen daran, daß die Österreicher nach dem gregorianischen Kalender rechneten, die Russen aber nach dem orthodoxen. So erschienen die Russen zu allen sorgfältig geplanten kriegerischen Verwicklungen pünktlich zwei Wochen zu spät. Panne Nummer drei, gar nicht kurios: Niemand unter den Alliierten kam auf die Idee, daß Napoleon — allen Regeln zum Trotz — seine Armee umgebaut haben könnte. Statt jeder Infanterie-Division eigene Kanonen mitzugeben, wie es bis dahin für einen aufrechten Feldherrn üblich war, ließ er Infanterie und Kavallerie getrennt marschieren. Als nun General Mack im Schwarzwald französische Geschütze anrollen sah, kalkulierte er, daß die französische Infanterie nicht weit sein könne. Er kalkulierte falsch; sie war ganz woanders. Mack reagierte kreuzverkehrt, wurde umzingelt und gefangengenommen. Als die Franzosen mit 70 000 Mann schon in die Gegend von Brünn vorgedrungen waren, in die Nähe des Dörfchens Austerlitz, beschlossen die Alliierten, sie nun aber mit aller Gewalt zu stoppen. Das war falsch, wie sich zeigen sollte. Austerlitz heißt heute Slavkov, ist ...
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