Als Weiterentwicklung des Ferrari 375 America entstanden die Modelle 410 Superamerica in den Jahren 1956 bis 1959. Der “Lampredi”-Zwölfzylinder-Motor war auf 4'923 cm3 aufgebohrt worden, was 340 PS (Serie 1 und 2), respektive 400 PS bedeutete. Der Radstand betrug zuerst wie beim Ferrari 375 America 2,8 Meter, ab 1957 wurde er auf 2,6 Meter verkürzt. Auf den Chassis mit Einzelradaufhängung vorne und Starrachse hinten entstanden verschiedene Karosserie-Versionen, die meisten zeigten ein Pininfarina-Designs, zwei Autos wiesen Boano-Karosserien auf, ein weiteres Auto wurde von Ghia im Stil der Konzeptwagen Chrysler Gilda/Dart eingekleidet. Ein Superamerica schliesslich erhielt eine Scaglietti-Karosserie, die hier im Detail vorgestellt und bildlich dokumentiert wird. Ergänzt wird der Artikel durch eine Liste der Chassis-Nummern, sowie durch historische Fotos aus der Zeit.