Die dritte Sonderausstellung "Grand Prix – Ikonen der Königsklasse" des Nationalen Automuseum The Loh Collection öffnet am 12. April 2025. Sie ist in dieser Form weltweit einzigartig und macht Automobilgeschichte lebendig und die technische Entwicklung der vergangenen 120 Jahre nachvollziehbar. Die Ausstellung spannt den Bogen aus den Pioniertagen des Motorsports bis in die jüngste Formel-1-Vergangenheit.
Die beeindruckenden Exponate zeigen die GP-Rennwagen von Weltstars wie Louis Chiron, Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari, Juan Manuel Fangio, James Hunt, Niki Lauda, Ayrton Senna, Mika Häkkinen, Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton. Die Bandbreite der Ikonen reicht von Vorkriegs-Rennwagen, Technologie-Innovatoren der frühen Grand-Prix-Jahre und Monoposti der Silberpfeil-Ära bis hin zu einem einzigartigen Querschnitt aus der nunmehr 75 Jahre währenden Formel-1-Historie.
Grand-Prix-Wagen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Neuzeit
Der unrestaurierte Siegerwagen des ersten Monaco-GP (Bugatti Type35 B) gehört ebenso zu den Exponaten wie der erfolgreichste Formel-1-Ferrari aller Zeiten, den Michael Schumacher 2004 achtmal zum Sieg führte. Der Alfa Romeo P3, mit dem Tazio Nuvolari 1935 auf dem Nürburgring die Silberpfeile bei deren Heimspiel düpierte, ist ebenso zu sehen wie der einzig erhaltene Alfa Romeo 16C Bimotore und zwei Vorkriegs-Silberpfeile (Auto Union Typ D und Mercedes-Benz W154). In dieser Form hat sie das Publikum zuvor noch nie sehen können, eine Weltpremiere. Zu den Formel-1-Exponaten zählen unter anderem der Maserati 250F, mit dem Juan Manuel Fangio 1957 auf dem Nürburgring seinen fünften WM-Titel sicherte, mitsamt den Weltmeister-Wagen von James Hunt, Mika Häkkinen, Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton. Die technische Bandbreite reicht vom Gordon-Bennett-Rennwagen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, bis zum Formel-1-Weltmeister der Neuzeit – mit höchst effizientem Hybrid-Antriebsstrang.
Den Besuchern des Nationalen Automuseums eröffnet sich eine fesselnde, weltweit einmalige Ausstellung. "Jeder einzelne Rennwagen hat Geschichte geschrieben; und erzählt bis heute zahlreiche Geschichten. Selbst längst vergangene Rennen sind heute noch präsent – auch das gehört zum Zauber des Grand-Prix-Sports", erklärt Friedhelm Loh. Dem Nationalen Automuseum ist es ein großes Anliegen, den Besuchern die Geschichten von Personen und Technologie nahezubringen. Dementsprechend ist die Ausstellung zusammengestellt – und einzigartig. Denn erst durch die spannende Verknüpfung von Mensch und Technik lassen sich die Leistungen dieses herausragenden Kapitels der Automobilgeschichte nachvollziehen.
Vom 16,3-Liter-Motor zum modernen Hybridantrieb
Technisch zeigt die an Höhepunkten reiche Sonderausstellung ebenso großvolumige Vierzylinder (mit 16,3 Litern Hubraum) wie frühe Zwölfzylinder- und Kompressor-Boliden der Vorkriegszeit, die mitunter gar über zwei Motoren verfügten. Die Bandbreite reicht weiter über filigrane V12 mit gerade einmal 1,5 Liter Hubraum und die für Jahrzehnte zahlreich in der Formel 1 vertretenen Dreiliter-V8 bis hin zum modernen 1,6-Liter-Turbo-Sechszylinder mit Energierückgewinnungssystemen und Elektrounterstützung.
Neben den siegreichen und mit WM-Titeln geschmückten Pretiosen runden Fahrzeuge wie der Tyrrell 012 von 1984 oder Niki Laudas "Dienstwagen" die Ausstellung ab. Mit dem leichtgewichtigen Tyrrell hinterlässt das deutsche Nachwuchstalent Stefan Bellof einst einen bleibenden Eindruck in der Königsklasse. Vom dreifachen F1-Champion Niki Lauda sind gleich zwei Fahrzeuge Teil der Sonderausstellung des Nationalen Automuseums. Mit dem Ferrari 312 B3-74 legt der Österreicher den Grundstein für seine WM-Titel. Und sein BMW M1 Procar lenkt den Blick auf einen interessanten Seitenstrang der F1-Historie: Ende der 1970er Jahre messen sich zahlreiche Formel-1-Piloten im Rahmen europäischer Grand-Prix-Veranstaltungen mit weiteren namhaften Rennfahrern, jeweils am Steuer eines M1 Procar. Mit dem im Marlboro-Dekor ausgestellten Rennwagen gewinnt Lauda nicht nur den ersten Titel, das Fahrzeug wird auch zu einem entscheidenden Karriereschritt für den späteren McLaren-Teamchef Ron Dennis.
Reichhaltig bebildert, spannend und informativ: das Buch zur Ausstellung
Diese und noch viele weitere interessante Geschichten aus dem Grand-Prix-Sport erzählt auch das parallel zur Ausstellung veröffentlichte Buch "Grand Prix – Ikonen der Königsklasse". Es stammt vom renommierten Autor und Motorsportexperten Jörg Walz. Der Band zeigt die Ausstellungsfahrzeuge en Detail und bietet den Leserinnen und Lesern umfassende Informationen zu zahlreichen Aspekten der Motorsport-Königsklasse. Das reichhaltig ausgestattete Buch erscheint im Motorbuch Verlag. Darüber hinaus bietet der Shop des Nationalen Automuseums eigens für die Grand-Prix-Ausstellung aufgelegte Modellfahrzeuge und Automobilia.




























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