Commendatore Mauro Forghieri (Nachruf)
Zusammenfassung
Mauro Forghieri war über Jahrzehnte das technische Gewissen von Ferrari. Seine Autos wurden viermal Formel-1-Weltmeister und gewannen mehrere Sportwagenmeisterschaften. Er kannte sich überall aus: beim Chassis, bei den Motoren, bei den Getrieben. Seinen vielleicht besten Motor aber baute er für Lamborghini … Mauro Forghieri verstarb am 2. November 2022. Dieser Artikel blickt auf seine lange Karriere zurück.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Verzicht auf die Raumfahrt
- Dirigent von 300 Mitarbeitern
- Verpasster Flieger
- Von Ferrari zu Lamborghini
- Ruhestand als Commendatore
Geschätzte Lesedauer: 3min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Kies-Vorfahrt zum Landsitz, aus dessen geöffneten Fenster die “Brandenburgischen Konzerte” von Johann Sebastian Bach ertönen – seine Lieblingsmusik. Er war virtuos, dirigierte wahre Symphonien aus 12 Zylindern, seine Konzertsäle waren die um die ganze Welt verteilten Rennstrecken, sein Publikum die Rennsportenthusiasten. Schon von weitem war ein Ferrari-Rennwagen auszumachen, der Sound war unvergleichlich und hob sich von allen anderen Motoren ab. Er war der grosse Maestro der Technik: Mauro Forghieri. Der Stern von Forghieri ging Ende 1961 am Rennsport-Firmament auf. Enzo Ferrari hatte eben seine erfolgreichen Rennsport-Ingenieure Giotto Bizzarini und Carlo Chiti gefeuert – der richtige Zeitpunkt, für Forghieri, nachzurücken. Seine ursprünglichen Pläne, nach dem Maschinenbau-Studium in der US-amerikanischen Luftfahrtindustrie anzudocken, wurde auf immer verschoben.
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Für einen Nachruf gilt jedoch seit altersher: "de mortuis nil nisi bene" (Über Tote nichts sagen, es sei denn etwas Gutes)



























































































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