100 Jahre Rallye Monte Carlo - die Rallye im Zeitschriftenarchiv von Zwischengas

Erstellt am 21. Januar 2011
, Leselänge 8min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
2
Archiv 
33

Über die Rallye Monte Carlo wurde viel geschrieben und es wurde viel fotografiert. Hier wollen wir zur Feier der "100 Jahre Rallye Monte Carlo" einige Referenzen zusammenfassen, die vielleicht dem einen oder anderen nützen. Zudem haben wir einen Galerie mit Bildern über Jahre 1911 bis 1990 zusammengestellt. Viel Vergnügen beim Lesen und Stöbern!

Wir empfehlen auch den Genuss der fast 60 Artikel, die Bernhard Brägger über jede einzelne Durchführung der Rallye Monte Carlo für zwischengas exklusiv geschrieben hat, diese sind links unter "empfohlene Artikel" zu finden und jeder Artikel zeigt unter "empfohlene Artikel" jeweils auf das nächste, respektive vorherige Durchführungsjahr.

11. Februar 1911 (AR 3/1911)
Von der Sternfahrt nach Monte-Carlo

Henry Rougier, der bekannte Automobilrennfahrer und Aviatiker, gewann mit einem 25pferdigen Turcat-Mery den 10 000 Frankenpreis, sowie verschiedene andere Ehrenpreise.
Monsieur de Aspiague ebenfalls aus Paris, wurde Zweiter und der Direktor Julius Beutler aus Berlin wurde Dritter. Der Genfer Herr Mironneau auf 18 PH Berliet plazierte sich als zehnter, ausserdem wurde sein Wagen als der im besten Zustand angekommene anerkannt.

27. Januar 1912 (AR 2/1912) Seite 26
Sternfahrt nach Monte Carlo - Meldungen/Startliste
Die Automobilsternfahrt nach Monaco, mit der das Organisationskomitee des «Sport Automobile et Velocipedique de Monaco» im Vorjahr einen ersten bescheidenen Versuch gemacht hatte, findet in diesem Jahre ein wesentlich höheres Interesse, was schon daraus deutlich hervorgeht, dass den 18 Nennungen der ersten Veranstaltung jetzt 88 für die zweite Fahrt gegenüberstehen. Im Vorjahr beteiligten sich die Konkurrenten aus    sechs Städten, nämlich von Berlin, Boulogne, Brüssel, Genf, Paris und Wien an der Sternfahrt. In diesem Jahre werden die Sternfahrer von zehn Städten aus der Riviera zustreben, nämlich von Amsterdam, Berlin, Boulogne, Brüssel, Genf, Havre, Paris, Petersburg, Turin und Wien.

10. Februar 1912 (AR 3/1912) - Seiten 33 bis 35
Sternfahrt nach Monte Carlo - Rennbericht und Resultate
Die Sternfahrt nach Monaco hat einmal wieder bewiesen, dass unsere Automobile längst keine Schönwettermaschinen mehr sind. Mitten im Winter über verschneite, vereiste und teils vom Regen durchweichte Strassen sind Sternfahrer von Frankreich, Oesterreich, Deutschland, Belgien, Italien, Russland und der Schweiz nach Monaco geeilt, in heissem Wettbewerb um die nicht unbeträchtlichen Preise des Sport Automobile et Velocipedique de Monaco.
Nach glücklicher Ankunft in Monaco konnte man sich gemäss des Reglementes noch einige Tage an der Cöte d'Azure den da unten so vielfach gebotenen Zerstreuungen hingeben, legten doch die Veranstalter Wert darauf, dass die Automobilisten, die sie durch ihre Konkurrenz nach Monte Carlo gebracht haben, Monaco nicht allzu rasch wieder den Rücken wenden. Darauf deutet unter anderem eine Bestimmung der Propositionen hin, die besagt, dass bei der Parade im Fürstentum alle Personen, die die Fahrt nach Monaco mitgemacht haben, in den Wagen Platz nehmen. Man wollte also verhindern, dass auch nicht ein einziger zu rasch wieder von dannen zieht. Es haben eben nicht nur sportliche Momente, sondern auch geschäftliche bei den Propositionen dieser Fahrt mitgewirkt. Keiner der Teilnehmer hat vermutlich verabsäumt, die Spielbank in Monte Carlo zu besuchen, und die Sternfahrt hat sich daher als gutes Mittel erwiesen, um der Bank einige hundert kapitalkräftige Besucher zuzuführen.

24. Januar 1928 (AR 7/1928) - Seite 3
Sternfahrt nach Monte Carlo - die Ankunft
Monte Carlo hatte zum Empfange der Teilnehmer an    der internationalen Sternfahrt seinen südlichen Glanz und die herlichsten Farben aufgerollt. Schon lange vor der festgesetzten Zeit drängte sich eine grosse und elegante Menge um die Ankunftskontrolle, die, wie alljährlich, vor dem Palais des Beaux-Arts aufgeschlagen war. Grosse Zeittafeln kündigten in der Folge die Resultate fortwährend an. Um 10 Uhr wird die Kontrolle geöffnet, und es trifft, vom Publikum    begeistert begrüsst,     der erste Wagen ein. Es ist der von Mme. Andre Alexander gelenkte    und in    Königsberg gestartete Steyrwagen. Kaum ist das Resultat an der Zeittafel bekannt gegeben, folgen in kurzen Abständen Wagen auf Wagen. Die Begeisterung für dio Konkurrenten ist gross, handelt    es sich doch um ganz ausserordentliche Leistungen. Wohl die grössten Strapazen hat der Fiatfahrer Jacques Bignan bestanden, welcher in Begleitung von drei Passagieren von Bukarest über Belgrad-Wien und Strassburg die     unendlich beschwerliche Reise in glänzender    Zeit bewältigte. Besonders die Strecke Bukarest-Belgrad stellte bei dieser Jahreszeit grösste Anforderungen. Noch zwei Konkurrenten hatten ausser Bignan dieselbe Route gewählt, mussten aber aufgeben. Da die Konkurrenten, welche ihren Start von Athen und Saloniki angekündigt    hatten, auf die Tour    verzichtet haben, fällt der Preis für die längste Route dem Fiatfahrer Bignan zu.

Januar 1956 (AR 4/1956) - Seite 3
Ausdauer führte zum Erfolg
Die Iren Adams-Bigger-Johnstone auf Jaguar Sieger - Gute Haltung der Schweizer Teams Patthey-Renaud (VW) und Lier-Mesritz-Guggisberg (Lancia) - Citroën als grosse Überraschung

29. Januar 1959 (AR 4/1959)
Französische Erfolge im Monte-Carlo Rallye
Citroën, Simca, DB auf den ersten vier Plätzen .....

1. Februar 1962 (AR 5/1962)
Carlsson/Haggbon (Saab) gewinnen die 31. Monte-Carlo-Rallye
Böhringer/Lang (Mercedes) auf dem Ehrenplatz - Sunbeam sichert sich den Mannschaftspreis - Pat Moss/Ann Wisdom gewinnen die Coupe des Dames

31. Januar 1963 (AR 5/1963)
Wieder Carlsson (Saab)-Sieg beim Monte-Carlo-Rallye
Schöner Gesamterfolg  von Citroën - Evy Rosqvist Ursula Wirth (Mercedes) wurden beste Damen - Schnelle Ford Falcon bei den Sonderprüfungen - Zwei Drittel der Konkurrenten schieden aus

30. Januar 1964 (AR 4/1964) - Seiten 9, 11 und 13
Das Schönwetter-Rallye von Monte-Carlo
Von den rund 4600 km entschieden deren 140 — Hopkirk-Liddon (Morns-Cooper S) gewinnen vor Ljungfeldt-Sager (Ford Falcon), die bei sämtlichen Sonderprüfungen Bestzeit fahren - Erik und Pat Carlsson (beide Saab) auf dem 3. und 5. Rang - Gebrüder Macchi (Saab) beste Schweizer - 299 Wagen am Start, 163 klassiert

6. Februar 1964 (AR 5/1964)
Verdient die Monte-Carlo-Rallye ihren Ruf?
Andere Rallyes sind härter und interessanter - zu langer Aufenthalt in Monaco, Assistenz nicht erlaubt, doch grosszügig geduldet

28. Januar 1965 (AR 4/1965) - Seite 9 und 11
237 am Start - 22 am Ziel
Dezimierung bis zu den Letzten am 34. Rallye Monte Carlo Gesamtsieg von Makinen-Easter auf BMG-Mini Cooper S

27. Januar 1966 (AR 4/1966) - Seite 9
Wer hat das Monte-Carlo-Rallye gewonnen?
Die Prüfung wird vom Finnen Timo Makinen auf BMC Mini Gooper von A bis Z dominiert - die reglementswidrigen Jodlampen haben aber die Disqualifikation Makinens zur Folge - der Finne Jarvi Toivonen auf Citroen DS21 wird anschliessend zum Sieger deklariert

26. Januar 1967 (AR 4/1967) - Seite 9 und 11
Spannung und knappe Entscheide
Gesamtsieg von Aaltonen-Liddon (BMC Mini Gooper) vor Andersson-Davenport (Lancia HF) und Elford Stone (Porsche911S) - Der Schnee fiel erst am Schluss

1. Februar 1968 (AR 5/1968) - Seite 9 und 11
Trockene Strassen am 37. Monte-Carlo-Rallye
Zwei Porsche vor drei Mini un deinem Lancia
Elford/Stone (Porsche 911T) siegen vor den Markenkollegen Toivonen/Tinkkanen - der bis kurz vor Schluss führende Alpine von Larrousse durch Unfall ausgeschieden - Entscheidend war das Leistungsgewicht - Grosse Reifenprobleme

30. Januar 1969 (AR 4/1969) - Seiten 3, 9 und 11
Rallye Monte Carlo mit vielen Ausfällen und wenig Schnee
Porsche siegt mit Waldegaard/Helmer

29. Januar 1970 (AR 4/1970) - Seiten 9 und 11
Rallye Monte Carlo mit wenig Eis und Schnee
Dritter Porsche-Sieg mit Waldegaard

4. Februar 1971 (AR 5/1971) - Seite 7 und 11
Endlich Alpine-Sieg am Rallye Monte Carlo
Ove Andersson und David Stone führen praktisch von A bis Z - Therier (Alpine) auf dem Ehrenplatz vor zeitgleichen Andruet (Alpine) und Waldegaard (Porsche) - Gutes Abschneiden von Datsun und Fiat - Bester Lancia auf Platz sechs

3. Februar 1972 (AR 5/1972) - Seite 7 und 9
Lancia-Erfolg mit Munari/Mannucci
Der 1600 HF gewinnt vor dem Porsche von Larrousse und dem Datsun von Aaltonen - Die führenden Alpine-Werkwagen restlos eliminiert

1. Februar 1973 (AR 5/1973) - Seiten 7 und 9
Dreifacher Sieg der Alpine
Andruet gewinnt vor Andersson und Nicolas - Ford Escort mit Mikkola auf Platz vier - Ausfälle bei der Werkskonkurrenz von Fiat (7.) und Lancia (8.) -
Protestblockade der ausgeschlossenen Konkurrenten

1974 wurde die Rallye Monte Carlo wegen der weltweiten Erdölknappheit abgesagt.

30. Januar 1975 (AR 5/1975) - Seite 7 und 9
Munari/Mannucci (Lancia) durchs Band
Die italienische Kombination lag von A bis Z in Führung — Drei Fiat Abarth auf den anschhessenden Platzen — Alle Alpine-Werkwagen out — Viele Könner sind nicht angetreten

29. Januar 1976 (AR 4/1976) - Seite 7 und 9
Lancia-Massarbeit
Dreifacher Stratos -Triumph mit Munari, Waldegaard und Darniche — Röhrls Opel auf dem vierten Platz — Totaler Ausfall der Alpine-Spitzenkonkurrenz — Unbefriedigende ReifenvorSchriften — Kein Schnee

3. Februar 1977 (AR 5/1977) - Seite 7
Schlechtbesetztes Rallye Monte Carlo eröffnete die Marken-WM
Sandro Munaris (Lancia) vierter Schlag

2. Februar 1978 (AR 5/1978) - Seite 3
Das 46. Rallye von Monte Carlo endete mit grosser Überraschung
Sieg eines privaten Porsche Carrera
Jean-Pierre Nicolas (Porsche) gewann vor den beiden kleinen Renault 5 Alpine von Ragnotti und Frequelin —Niederlage von Fiat und Lancia

1. Februar 1979 (AR 5/1979) - Seite 7 und 9
47. Rallye von Monte Carlo mit spannendem Finale
Entscheidung ganz am Schluss
Bei der 29. und letzten Sonderprüfung schnappte Damiche (Lancia Stratos) Waldegaard (Ford Escort) den Sieg mit 6 Sekunden Vorsprung weg — Die Fiat-Abarth von Alen und Andruet auf den Plätzen 3 und 4 — Renault 5-Alpine von Frequelin schloss als bester Fronttriebler ab — Viel Regen und Matsch, aber fast kein Schnee

31. Januar 1980 (AR 5/1980) - Seite 7 und 11
Totaler Sieg der Fiat-Gruppe am 48. Rallye Monte Carlo Röhrl (131-Abarth) blieb unantastbar
Darniche (Stratos) und Waldegaard (131-Abarth) auf den Ehrenplätzen — Überzeugendes Debüt des Opel Ascona 400 (4. und 8. Rang) — Golf GTI in 5. Position — Alle Schweizer im Ziel

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