Keine Lösung von Traurigkeit – VW 1600 TL im (historischen) Test
Zusammenfassung
Mit dem 1600 TL versuchte Volkswagen 1965, den arg konservativen Typ 3 modischer und geräumiger zu machen. Im Volksmund wurde aus der bieder-schicken "Touren-Limousine" jedoch schnell die "traurige Lösung", steckte unter der schnittigen Schrägheck-Hülle doch im Grunde noch ein kreuzbraver Käfer. Dieser historische Testbericht zeigt jedoch, dass dies keineswegs etwas Schlechtes sein musste. Denn auch der 1600 TL präsentierte sich nach VW-Art gut durchdacht und vor allem hervorragend verarbeitet – aber eben auch nicht übermässig rasant.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Gleiche Leistung, gleicher Verbrauch – aber mit Normalbenzin
- Schneller und härter
- Verkaufserfolg sicher
- Technische Daten & Meßwerte
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die VW-Werbung der letzten Zeit hat sich in so starkem Maße auf den Variant konzentriert, daß jedem einigermaßen aufmerksamen Beobachter klar werden mußte, daß das Publikum systematisch auf eine neue Form vorbereitet werden sollte. Der Schluß lag nahe, daß aus Wolfsburg zur IAA ein Wagen mit Kombiheck komme – doch derartige Spekulationen beruhten gleich auf zwei Überschätzungen. Einmal wurde das Publikum, zum anderen der Wolfsburger Mut überbewertet. Noch immer haftet dem Heck à la Austin 850, trotz ungezählter Vorteile, der Geruch des Lieferwagens an, in dem man zwar Dinge aller Art transportieren kann, aber nicht Menschen, besonders keine feinen Menschen. Die leichte Abneigung der Käuferschaft gegen derartige Karosserieformen war in Wolfsburg durchaus bekannt, deshalb handelte man dort nach dem Motto "Keine Experimente", und ließ sich ein Heck zeichnen, das ja schon vor vielen Jahren gekauft worden ist. Damals hieß diese Form "Buckel", heute "fast-back" oder eben "Fließheck".
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