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... Silver-Shadow- Motor den Silver-CloudTII-V8 ersetzt hatte. Auch dieses Aggregat war selbstverständlich mit der allergrössten Sorgfalt zusammengesetzt wor den. Die Zylinderbüchsen zum Bei spiel konnten wirklich «rund» genannt werden, da für sie eine Toleranzgren ze von 0,0127 mm bestand. Für die Zy linder wurden Kolben ausgesucht, die exakt gleich schwer sein mussten; das selbe galt auch für die Magnuflux-Pleuel. Die Kurbelwelle wurde ebenfalls nicht «von der Stange» bezogen. Dieser wichtige Motorteil wurde mit einer Präzision von 0,00254 mm geschliffen, was eine peinlich genaue Auswuch tung nach sich zog. Nachdem der Motor von einem einzi gen Mechaniker im Alleingang zusam mengebaut worden war, wurde er auf der Wasserbremse plaziert und musste dort 240 km «zurücklegen». Jeder hundertste Motor musste [und muss noch immer) acht Stunden auf der Bremse bleiben, um nachher für eine penible Inspektion bis aufs letzte Schräubchen zerlegt zu werden. Bei den Vorkriegs-Phantom wurden alle Motoren nach einer Testfahrt noch mals zerlegt und wiederaufgebaut, aber die immensen Erfahrungen, die bei Rolls-Royce auf diesem Gebiet ge macht worden sind, erübrigen heute eine derartige Massnahme. Neun Monate intensiver Arbeit stecken hinter jedem Phantom VI. Al lein am Kühler arbeitet ein Spezialist einen ganzen Tag. Er verwendet dabei übrigens keinerlei Messinstrumente, sein Produkt ...
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