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... oder Riemenantrieb gehör ten vollends der Vergangenheit an - es lebe die Trommelbremse und die Rollenkette. Motorräder hatten unkompliziert zu sein, ein umständliches Startprozedere längst ver pönt. Das Zielpublikum wollte fahren und sich nicht mit technischen Allerlei abmühen. Der Kunde befahl, der Konstrukteur ge- 160 SwissClassics Juin/Juni 2004 horchte - waren das noch Zeiten. In der Schweiz gab es mindestens Ende der Zwanzigerjahre zwölf grössere und kleinere Motorradproduzenten. Die Weltweit grös ste Produktion an Motorrädern lieferte aber die deutsche Firma DKW - imJahre 1929 über 60'000 Einheiten. Die Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch ein Börsencrash in der USA, forderte auch in der Schweiz ihren Tribut. Tausende von Arbeitslosen und einschneidende wirtschaft liche Umstrukturierungen waren die Folge. So wurde auch die Firma Motosacoche von der Genfer Firma Ateliers des Charmilles übernommen. Andere Firmen wie Forster, Zehnder oder Moser stellten die Motorrad produktion gänzlich ein. Zu diesem Zeit punkt erschienen wieder Fahrräder mit Hilfsmotoren, die denen der Pionierfahrzeu ge ähnlich sahen. Rationalisierte Produktion und langjährige Erfahrung im Motorradbau machten diese Fahrzeuge mit 98 ccm Hu braum jedoch Preiswert und alltags tauglich. Die Zahl der in England produzierenden Firmen senkte sich Ende der 20erJahre ...
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